Schon gefühlt, es waren viele interessierte Zuschauer zu dem Thema „Arbeit“ in das Domstadtkino gekommen. Das Foyer war ständig mit diskutierenden Menschen gefüllt. Und auch die Altersstruktur war spannend. Wieder gefühlt, es kamen mehr jüngere Menschen zu den Filmen und das sowohl zu den Dokumentarfilmen als auch zu den Spielfilmen der DEFA.
Merseburg. Eine Podiumsdiskussion lädt am 11. April 2026 um 17:30 Uhr ins Domstadtkino ein, die Arbeitswelt der DDR aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Die Diskutanten blicken dabei ganz unterschiedlich auf dieses Thema: Aus eigener Erfahrung, literarischer Perspektive und aus der Arbeit mit historischem Film- und Fernsehbeständen.
Arbeit war für viele DDR-Bürger weit mehr als Broterwerb. Sie strukturierte den Alltag, prägte Biografien und bestimmte nicht selten das Selbstverständnis ganzer Generationen. Genau hier setzt die Podiumsdiskussion „Die DDR-Arbeitswelt im Spiegel der Kunst“ an. Moderator Werner Popp bringt dafür eigene Erfahrungen aus den Leuna-Werken mit.
Fotografisches Wiedersehen mit Stars aus 20 Jahren
Merseburg. Mit einer Vernissage eröffnet die Saalesparkasse in der Filiale Gotthardstraße am 07. April 2026 um 19 Uhr die Ausstellung „Retrospektive – 20 Jahre Merseburger DEFA-Filmtage“. Gezeigt wird eine Reminiszenz an Stars, die sich in den letzten 20 Jahren ein Stelldichein bei den Merseburger DEFA-Filmtagen gegeben haben. Dafür haben die langjährigen, renommierten Fotografen Wolfgang Kubak und Jürgen Vogel auf den Auslöser gedrückt. Die Ausstellung ist anschließend während der regulären Öffnungszeiten der Filiale zu sehen. Der Eintritt ist frei. Freuen Sie sich auf ein visuelles Wiedersehen und legendäre Erinnerungen an Erich Loest, Chris Doerk, Christian Steyer Dorit Gäbler, Gojko Mitic und viele mehr.
Weitere Informationen zum Programm und zu Tickets der DEFA-Filmtage finden Sie hier.
Traditionell lädt der Förderverein Kino Völkerfreundschaft Merseburg e.V. vor Beginn der Merseburger DEFA-Filmtage zu einem Treffen der Sponsoren ein. Immerhin haben 40 (in Worten: vierzig) Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen mit ihrer finanziellen Unterstützung einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der 21. Merseburger DEFA-Filmtage „21 Takte Leben – Arbeit, Aufbruch & Applaus“ geleistet.
Pascal von Wroblewsky und das Lora Kostina Trio interpretieren Lieder aus DEFA Filmen
Wir befinden uns in den Jahren 1961-89 v.Ch. Die ganze DDR ist von Zensoren besetzt...
Die ganze DDR? Nein! Ein von unbeugsamen Künstlern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Schauspieler, Musiker, Regisseure, die als Besatzung in dem befestigtem Lager DEFA arbeiten.
DEFA-Filmtage bringen Arbeitswelt und Unterhaltung der DDR auf die Leinwand
Merseburg. Die DEFA-Filmtage gehen in die 21. Runde. Vom 10. April bis zum 12. April 2026 verwandeln sie das Merseburger Domstadtkino erneut in einen Ort filmischer Erinnerungen und neuer Eindrücke. Unter dem Motto „21 Takte Leben – Arbeit, Aufbruch & Applaus“ greifen sie zwei zentrale Schwerpunkte der DEFA-Geschichte auf: Die Arbeitswelt sowie Musik und Unterhaltung filmisch umgesetzt. Während „Arbeitsfilme“ den Alltag, Produktionsbedingungen und gesellschaftliche Umbrüche in der DDR sichtbar machen, sollten Musikfilme die Bevölkerung unterhalten. Zusammen erzählen sie die Geschichte des Kinos zwischen kollektiver Arbeit und Vergnügen. „Wir wollen zeigen, welchen Stellenwert die Arbeit in der DDR hatte und wie sie mitunter mit kulturellen Dingen verbunden wurde“, sagt die Vereinsvorsitzende Dr. Halina Czikowsky, die für ihr Engagement um die DEFA-Filmtage gerade die Bürgermedaille der Stadt Merseburg erhielt.