7. Merseburger

DEFA Filmtage 27.-29.01.2012

Angelica Domröse und Hilmar Thate,
nicht nur eine Legende

 

Unsere Sponsoren

Domstadtkino Merseburg
DEFA Stiftung
Blume Reinhard
DEFA Stiftung
DEFA Spektrumz
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Rückblick

6. Merseburger DEFA-Filmtage 28. – 30. Januar 2011
“Rolf Hoppe – ein DEFA-Schauspieler“

Die 6. Merseburger DEFA-Filmtage waren erst malst einem Schauspieler gewidmet – Rolf Hoppe. Die Zuschauerzahl von 1 432 spricht dafür, dass diese Idee angenommen wurde.

Mit der Vernissage zur Fotoausstellung „DEFA in Merseburg“ am 25. Januar 2011 im Kunsthaus Tiefer Keller begannen die 6. Merseburger DEFA-Filmtage. Fotografien von Wolfgang Kubak und Ralf Buschendorf gaben einen interessanten und neuen Überblick über die bisherigen 5 Filmtage im Domstadtkino. Gezeigt wurden Fotos von den Gästen der Filmtage. Aber auch Impressionen von den Zuschauern, ob im Kinosaal oder im Foyer, waren zu sehen. Es gibt die Vorstellung, diese Ausstellung zu wiederholen und dafür die Räumlichkeiten der Saalesparkasse in Halle, Merseburg und Querfurt zu nutzen (die Saalesparkasse ist ein langjähriger Sponsor der Filmtage). Aber auch in den Räumen der DEFA-Stiftung oder im Filmmuseum Wolfen würde es sich anbieten, diese Ausstellung einem breiten Publikum vorzustellen. Wird hier doch anschaulich gezeigt, dass die DEFA-Filme ihr Publikum finden. Die Fotografien konnten etwa vierzehn Tage im Kunsthaus betrachtet werden. Rolf Hoppe war ebenfalls Besucher des Tiefen Kellers.

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Vor der eigentlichen Eröffnung der 6. Merseburger DEFA-Filmtage fanden bereits am Donnerstag, 27. Januar 2011 im Domstadtkino Schulveranstaltungen statt. Es wurden zu den Schulveranstaltungen Filme gezeigt, in denen Rolf Hoppe mitgewirkt hat. Diese Filme wurden gut angenommen, doch waren es überwiegend Grundschulen, die mit ihren Klassen die Filme „Meister Röckle“, „Hans im Glück“ und „Das Licht der Liebe“ besuchten. Ein weitere „Renner“ für diese Altersgruppe war der Film „Der lange Ritt zur Schule“. Von dem vielfältigen Angebot an Filmen für Jugendliche wurde der Film „Mephisto“ für Schüler des Domgymnasiums und der Berufsbildenden Schule ausgesucht. Schulveranstaltungen wurden auch am eigentlichen Eröffnungstag, am Freitag organisiert. Bewährt hat sich, dass vor den Filmen von Mitgliedern des Fördervereins Kino Völkerfreundschaft e.V. eine Einleitung zum jeweiligen Film gegeben wird. 635 Schülerinnen und Schuler konnten zu den Schulveranstaltungen mit ihren Lehrerinnen und Lehrer begrüßt werden.

Den Film „Orpheus in der Unterwelt“, der als Seniorenveranstaltung im Programm ausgewiesen wurde, zeigten wir ganz bewusst am Nachmittag. Es ist nun mal Tatsache, dass  die Senioren, die eine große und interessante Zielgruppe für die Filmtage sind, zu den Veranstaltungen am Abend nicht oder nur selten in das Domstadtkino kommen. Deswegen veranstalten wir seit den 5. Merseburger DEFA-Filmtage bewusst Nachmittagsveranstaltungen und suchen dafür Filme aus, von denen wir annehmen, dass sie das Interesse dieser Altersgruppe berücksichtigen. Zu diesem Film wurde mit Dorit Gäbler ein Filmgespräch vorbereitet, das von den Zuschauern mit lebhaftem Interesse wahrgenommen wurde. Auch Rolf Hoppe nahm an diesem Gespräch teil, das von Marie Müller-Zetsche moderiert wurde. Das Interessante an den Filmgesprächen ist der persönliche Kontakt zwischen den Filminterssierten und den Schauspielern, in denen vielfältige Erinnerungen ausgetauscht werden.

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Bereits bei dieser Begegnung der Merseburger mit dem Schauspieler Rolf Hoppe zeigte sich, dass der Förderverein mit der Einladung an diesen Schauspieler eine gute Wahl getroffen hatte, denn es ergaben sich eine Vielzahl von Möglichkeiten zu persönlichen Gesprächen, denen Rolf Hoppe sehr aufgeschlossen gegenüber stand. Er wurde so gut angenommen, dass er oftmals gesucht werden musste, weil er vor der Tür stand, seine Pfeife rauchte und mit andern im Gespräch verwickelt war.

Die eigentliche und offizielle Eröffnung begann am Abend mit einem Sektempfang, der vom Best Western Hotel Stadt Merseburg ausgestaltet und gesponsert wurde. Der Landrat des Saalekreises Frank Bannert eröffnet als Schirmherr die 6. Merseburger Filmtage „Rolf Hoppe – ein DEFA-Schauspieler“. Nach dem Film „Der Bruch“ führte Knut Elstermann das Filmgespräch mit Rolf Hoppe. Danach konnte Tino Eisbrenner im Mehrzweckraum des Domstadtkinos seine Fans zum Konzert „Ich beobachte Dich“ begeistern. Interessanter Weise kannten sich Rolf Hoppe und Tino Eisbrenner sehr gut, hatten auch gemeinsame Projekte realisiert und freuten sich über dieses Zusammentreffen. Dadurch, dass das Konzert erstmalig im Domstadtkino unmittelbar nach dem Film und im Rahmen der Eröffnung stattfand, konnten viele Gäste spontan gewonnen werden. Andererseits kamen auch Besucher in das Kino nur wegen Tino Eisbrenner, die nun wiederum das Kino und die Filmtage kennen gelernt haben.

Rolf Hoppe hatte sich spontan entschieden, auch noch am Sonnabend die Filmtage zu besuchen, um insbesondere selbst den Film „Ein brauchbarer Mann“ in seiner Endfassung zu sehen und um mit dem Regisseur des Filmes Hans-Werner Honert ins Gespräch zu kommen. Die Filmtage wurden am Sonnabend fortgeführt mit dem Film „Frühlingssinfonie“. Ein Film von 1982, der als ein film der Kooperation mit der BRD entstanden ist. Hier war es unsere Absicht, wiederum besonders die Senioren anzusprechen. Gleichzeitig fand die Flimmerstunde statt. Eine Anlehnung an die Flimmerstunde im DDR-Fernsehen mit Professor Flimmrich, zu der insbesondere Kinderfilme gezeigt wurden. Obwohl der Film „der lange Ritt zur Schule“ zu den Schulveranstaltungen einen sehr guten Zuspruch hatte, waren hier kaum Zuschauer zugegen. Das trifft auch auf die Flimmerstunde am Sonntag um 10.00 Uhr zu. D.h., dass wir für die kommenden Jahre uns hinsichtlich dieser Veranstaltungen etwas einfallen lassen müssen, um ihre Attraktivität für die anvisierte Zielgruppe zu verbessern. Für die diesjährige Buchlesung war Dieter Zumpe eingeladen, der ein Buch über Rolf Hoppe „Geträumtes Leben – gelebte Träume“ veröffentlich hat. Dadurch, dass Rolf Hoppe zugegen war, gab es viele interessante Begebenheiten, die diese Veranstaltung auflockerten. Zur Abendveranstaltung, die mit dem Film „Ein brauchbarer Mann“ begann, war Rolf Hoppe ebenfalls anwesend. Anne Kasprick, die als eine Hauptdarstellerin in diesem Film und als Mitwirkende in dem Film „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ mit Rolf Hoppe gemeinsam vor der Kamera stand, musste leider ihren Besuch wegen einer Veranstaltung in Israel absagen. Das anschließende Filmgespräch fand somit nur mit dem Regisseur Hans-Werner Honert statt. Aber auch hier gab es durch die Einwürfe von Rolf Hoppe viele neue und interessante Sichten auf den Film, seine Entstehungszeit, die Zeit seiner Erstaufführung in Berlin und seine Wirkung in der heutigen Zeit. Diese genannte Aufzählung, die bei allen Filmgesprächen deutlich wird, macht die Merseburger DEFA-Filmtage interessant und zeichnet sie gleichzeitig aus. Das ist auch eine Antwort darauf, warum sie gut besucht werden.

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Der Sonntag begann traditionell mit den Amateurfilmen, die in bewährter Art und Weise vom kleinsten Filmstudio aus Würchwitz kamen und von Helmut Pöschel vorgestellt wurden. Ergänzt wurden sie in diesem Jahr durch Filmschätze vom Dachboden, die von Torsten Bageritz präsentiert wurden. Damit wurde auch eine örtliche Erweiterung vorgenommen, Torsten Bageritz stammt aus Halle. Am Nachmittag wurde der Film „Weiße Wölfe“ in Anwesenheit von Gojko Mitic gezeigt. Auch hier wieder eine enge Beziehung zu Rolf Hoppe, der zwar in diesem Indianerfilm der böse Gegenspieler von Gojko Mitic ist, die im wahren Leben jedoch gute Freunde sind. Beim anschließenden Filmgespräch zeigte sich das große Einfühlungsvermögen unseres Gates, wenn es um Fragen von Kindern ging. Auch hier gab es den Austausch vielfältiger Erinnerungen und die geplante Zeit reichte nicht aus. Dokumentarfilme haben ihre Eigenart und benötigen ein spezielles Publikum. Tradition ist es jedoch schon, dass zu den Merseburger DEFA-Filmtage mindestens ein Dokumentarfilm gezeigt wird. Und auch in diesem Jahre konnte der Film „Es werden ein paar Filme bleiben“ sein Publikum finden. Im anschließenden Filmgespräch, moderiert vom Kulturjournalisten aus Halle Andreas Montag, fand ein interessanter Gedankenaustausch zwischen dem Vorstand der DEFA-Stiftung Helmut Morsbach und dem Filmkritiker aus Berlin-West Heinz Kersten statt. Hier ging es vor allem um das Kulturerbe DEFA-Filme in seinen verschiedenen Facetten.

Der Abschluss der 6. Merseburger DEFA-Filmtage gelang mit dem Film „Mephisto“, zu dem über 140 Zuschauer kamen. Die positive Resonanz zu den 6. Merseburger DEFA-Filmtage ist zum einen dem Schauspieler Rolf Hoppe zu verdanken, der durch seine Vielfältigkeit und seine Authentizität ein Publikumsmagnet ist. Zum anderen haben sich die Merseburger DEFA-Filmtage als eine feste Tradition im Kulturleben der Stadt etabliert. Durch den Förderverein Kino Völkerfreundschaft wurde mit Hilfe der regionalen Presse und dem Offenen Kanal eine breite Öffentlichkeitsarbeit realisiert. Dadurch ist der Bekanntheitsgrad der Filmtage gestiegen und die Neugier geweckt. Es wurde auch das Konzept beibehalten, möglichst andere Partner mit einzubeziehen, wodurch weitere potenzielle Gruppen angesprochen werden konnten.

Für die finanzielle Unterstützung der Merseburger DEFA-Filmtage konnten auch einige feste Sponsoringpartner gewonnen werden. Dazu gehören an erster Stelle die DEFA-Stiftung, Saalesparkasse, der Landkreis Saalekreis, die Stadt Merseburg, die Merseburger Stadtwerke, die MIDEWA. Die Raffinerie TOTAL, die Merseburger Entsorgungsgesellschaft, die Hochschule Merseburg. Es ist uns aber auch gelungen, „kleinere“ Sponsoren, die insbesondere selbst in der Stadt Merseburg oder deren Umgebung tätig sind, einzubeziehen, so die Kunststiftung benz i bena, die Bäckerei Rahaus, das Mehrgenerationenhaus oder die Unternehmensgruppe Palme & Seifert und die das Blumenhaus Reinhard. Neu für die 6. Merseburger DEFA-Filmtage war die Zusammenarbeit mit dem Best Wester Hotel Stadt Merseburg, das neben dem Sektempfang für die Eröffnung auch alle Übernachtungen sponserte. Es ist angedacht und gemeinsam besprochen, diese Zusammenarbeit auch in der Zukunft zu tätigen und das bereits schon in der längerfristigen Vorbereitung, in dem auf der Homepage des Hotels eine Verlinkung zur Homepage der Filmtage erfolgt. Auch eine überregionale Werbung könnte über diese Art der Zusammenarbeit möglich sein.

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Nicht gelungen ist uns in diesem Jahr die Homepage. Demzufolge haben wir uns von der Firma trennen müssen, die bisher die Homepage betreut hatte. Es war den dortigen Mitarbeitern nicht möglich, zu den angegebenen Terminen die Seiten auf die Homepage zu bringen. Demzufolge war die Homepage nicht aktuell und für die diesjährigen Filmtage nicht nutzbar.

Als positiv hat sich erwiesen, dass der Förderverein eine eigene Vorbereitungsgruppe aufbauen konnte. Die Zusammenarbeit mit Studenten der Hochschule hatte sich nicht ergeben. Möglich war es jedoch, dass ehemalige Studenten weiter ein Interesse an der Mitarbeit zur Vorbereitung und Durchführung der Filmtage haben, was sich sehr gut auf die Kontinuität auswirkt, aber auch für das Auffinden neuer Ideen gut ist.