13. Merseburger

DEFA Filmtage 09.-11.03.2018

 

Filme der 13. Merseburger DEFA Filmtage

„In Zeiten des abnehmenden Lichts“
Spielfilm, BRD, 2016/17, ? Min, Regie: Matti Geschonneck, Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase
Darsteller: Bruno Ganz, Sylvester Groth, Hildegard Schmahl, Thorsten Merten, Angela Winkler

Berlin im Frühherbst 1989, Wilhelm lässt dich zu seinem 90. Geburtstag feiern. Risse in seinem Leben und auch in seiner Familie offenbaren sich immer stärker.  Die Widersprüche der Zeit, der Gesellschaft, des Sozialismus in der DDR lassen sich nicht mehr zu deckeln. Wege und Irrwege des 20. Jahrhunderts werden am Beispiel einer Großfamilie aufgezeigt.


„Leichensache Zernik“
DEFA-Krimi, 1972, 100 Min.; Regie: Helmut Nitzschke
Darsteller: Alexander Lang, Norbert Christian, Kurt Böwe, Annemone Haase, Hans Hardt-Hardtloff. Lissy Tempelhof, Käthe Reichelt, Agnes Kraus, Rolf Hoppe, Horst Hiemer

Der Krimi spielt im Jahr 1948, in Berlin. In einem Wald wird die Leiche von Katharina Zernik aufgefunden. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, kommt doch zu den kriminaltechnischen Fragen noch hinzu, dass Berlin eine geteilte – offene Stadt ist. Inzwischen gibt es weitere Opfer. Doch irgendwann begeht auch dieser Mörder einen Fehler.


„Für die Liebe noch zu mager?“
DEFA-Jugendfilm, DDR, 1974, 83 Min., FSK 0, Regie: Bernhard Stephan
Darsteller: Simone von Zglinicki, Chrstian Steyer, Norbert Christian, Ursula Staack, Uwe Kockisch, Fred Delmare, Rolf Hoppe, Lotte Loebinger, Karl Thiele
Susanne ist immer hilfsbereit, hat für andere immer Zeit, eigene Bedürfnisse und Befindlichkeiten stellt sie hinten an. Doch damit wird sie ihre Liebe Lutz nicht gewinnen können. Ihn zu erobern macht sie stärker. Erst ihr gewachsenes Selbstbewusstsein ermöglicht es ihr, Lutz ziehen zu lassen. Sie kann sein Fernweh verstehen. 

„Du und ich und Klein-Paris“
DEFA-Filmkomödie, DDR, 1971, 104 Min., FSK 6, Regie: Werner W. Wallroth, Drehbuch: Rudi Strahl
Darsteller: Evelyn Opoczynski, Jaecki Schwarz, Jürgen Frohriep, Jessy Rameik, Klaus-Dieter Henkler, Renate Geißler, Winfried Glatzeder, Käthe Reichel, Elvira Schuster

Die Abiturientin Angelika zieht nach Leipzig und wohnt die erste Zeit zur Untermiete. Der Mituntermieter Tommy ist wenig begeistert, er muss sein Zimmer gegen ein wesentlich kleineres eintauschen. Außerdem nervt ihn ihre naive Freundlichkeit und Sorglosigkeit. Doch in einem entscheidenden Augenblick stellt er sich vor sie und verteidigt sie gegen die Voreingenommenheit der Klassenkameraden. Ein Happyend - ?


„Die Alleinseglerin“
DEFA-Spielfilm, DDR, 1987, 90 Min., FSK 0; Regie: Herrmann Zschoche, Drehbuch: Regine Sylvester
Darsteller: Christina Powileit, Johanna Schall, Manfred Gorr, Götz Schubert, Monika Lennartz, Gunter Schoß, Fred Delmare, Barbara Dittus, Bruno Carsten

Christine erbt das Segelboot ihres Vaters, doch segeln wollte und konnte sie nie. Bis zum Winter kann sie das Boot nicht verkaufen und so beschließt sie, es für das Frühjahr aufzurüsten. Gleichzeitig hat sie im Institut eine Zuarbeit abzuliefern, die der Professor für zu wenig durchdacht erklärt. Aber aufgeben, nein, auf keinen Fall.


„Jahrgang 45“
DEFA-Film, DDR, 1966 – erlebte 1990 seine Uraufführung, 94 Min., FSK 6, Regie: Jürgen Böttcher
Darsteller: Monika Hildebrand, Rolf Römer, Holger Mahlich, Ruth Kommerell, Ingo Koster

Lisa und Alfred sind verheiratet, haben sich jedoch auseinandergelebt. Alfred fühlt sich von Lisa in seinem Freiheitsdrang eingeengt und reicht die Scheidung sein. Sechs Wochen Bedenkzeit geben die Anwälte. In dieser Zeit geschieht einiges – aber ein eindeutiges Happyend?


„Die Besteigung des Chimborazo“
Spielfilm, DDR,BRD, 1989, 110 Min., FSK 12, Regie: Rainer Simon
Darsteller: Jan Josef Liefers, Götz Schubert, Luis Miquel Campos, Olivier Pascalin, Pedro Sisa, Monika Lennartz

Im Jahre 1802 besteigt Alexander von Humboldt gemeinsam mit einem französischen Botaniker und Arzt sowie einem einheimischen Adligen den zu dieser Zeit als höchsten Berg bekannten Chimborazo. Ihn interessiert nicht allein die fremde Pflanzen- und Tierwelt. Der fremden indigenen  Kultur begegnet er mit großer Aufmerksamkeit und muss feststellen, dass trotz äußerer Unterschiede es viele Parallelen zum angeblich zivilisierten Preußen gibt.


„Chingachgook, die große Schlange“
DEFA-Indianerfilm, DDR, 1967, 87 Min., FSK 6, Regie: Richard Groschopp
Darsteller: Gojko Mitic,  Rolf Römer, Helmut Schreiber, Jürgen Frohriep, Lilo Grahn, Andrea Drahota

Großbritannien und Frankreich kämpfen 1740 um die Vormachtstellung, in die sie jeweils die Indianerstämme reinziehen, in dem sie die Zwietracht zwischen ihnen zu ihren Zwecken ausnutzen. Chingachgook soll die Häuptlingstochter zur Frau bekommen, diese wird jedoch von einem anderen Indianerstamm geraubt. Erst als die Briten diesen Stamm überfallen und fast alle töten, reift die Erkenntnis, zusammen in Frieden zu leben.


„Zuckersand“
Fernsehfilm, Deutschland, 2017, Regie: Dirk Kummer
Darsteller: Tilman Döbler, Valentin Wessely, Katharina Marie Schubert, Christian Friedel, Hermann Beyer

Brandenburg, Ende der 70er Jahre. Fred und Jonas sind beste Freunde. Ihr Leben ist voller Abenteuer. Der Ausreiseantrag von Jonas Mutter beendet den unbeschwerten Alltag. Als Jonas tatsächlich über Nacht ausreist, versteht Fred die Welt nicht mehr. Aber er trainiert hart und hofft,  als Olympia-Kader ins Ausland fahren zu können und dort Jonas wieder zu treffen.


„Wenn Du groß bist, lieber Adam“

DEFA-Filmkomödie, DDR, 1965 - Premiere 1990, 70 Min. FSK 6, Regie: Egon Günther
Darsteller: Stephan Jahnke, Gerry Wolf, Manfred Krug, Rolf Römer, Wolfgang Greese, Günther Simon, Mathilde Danegger, Fred Delmare, Marita Böhme, Christel Bodenstein, Günter Junghans

Adam erhält eine Wunderlampe – ihr Licht bringt Lügner zum Schweben. Adam beschließt, diese Lampe in mehreren Exemplaren zu reproduzieren, doch so Recht will niemand diese Lampe haben und auch Adam hat mit der Zeit keine Freude mehr an ihr und tauscht sie gegen eine „normale“ Lampe aus. Aber die vermeintliche Wunderlampe ist anderen ein Ärgernis und so nehmen die Geschehnisse ihren Lauf.


„Der fliegende Holländer“
DEFA-Opernverfilmung, DDR, 1964, 101 Min., nach der gleichnamigen Oper von Richard Wagner
Regie: Joachim Herz. Darsteller: Anna Prucnal, Fred Düren, Gerd Ehlers, Mathilde Danegger, Peter Dommisch

Senta, die Tochter des  Reeders Daland, trifft in ihren Tagträumen immer den sagenumworbenen Seemann, den „fliegenden Holländer“. Erst wenn er ein Mädchen findet, das ihm für alle Zeiten verbunden ist, kann er vom Zauber erlöst werden. Sie treffen auf einander und Senta schwört ihm ewige Treue, doch kommt es anders als gewünscht, er kann oder will ihr nicht glauben, fährt zurück auf die See und verschwindet im Nebel.


„Heißer Sommer“
Komödiantischer Musikfilm der DEFA, DDR, 1968, 97 Min., Regie: Joachim Hasler
Darsteller: Marianne Wünscher, Chris Doerk, Regine Albrecht, Madeleine Lierck, Frank Schöbel, Hans-Michael Schmidt, Bruno Carsten, Werner Lierck. 50 Jahre „Heißer Sommer“ : der beliebteste DEFA-Film aller Zeiten Freie Presse 2016) oder “ das dürftige Gerippe scheint … vor allem als Beschäftigungstherapie für eine Schar jugendlicher Anfänger erdacht worden sein“ (Renate Holland-Moritz). Egal, Liebe und Musik passen zusammen oder eben nicht.


„Mama, ich lebe“
,DEFA-Film, DDR, 1976, 98 Min., FSK 12, Regie: Konrad Wolf, Drehbuch: Konrad Wolf, Wolfgang Kohlhaase
Darsteller: Peter Prager, Klaus Piontek, Norbert Christian, Uwe Zerbe, Donatas Banionis, Margarita Terechowa

Vier ehemalige deutsche Wehrmachtsoldaten entschließen sich in sowjetischer Kriegsgefangenschaft mit der Roten Armee zu kämpfen. Sie werden zu verschiedenen Aktionen eingesetzt. Nur einer von ihnen überlebt das Ende des Krieges. In einem  deutschen Gefangenenlager erhält einen Zettel eines deutschen Gefangenen, auf dem nur die Adresse und der Satz steht „Mama, ich lebe“.


„Cyankali“
Stummfilm mit Klavierbegleitung, Deutschland, 1930, 91 Min. , Regie: Hans Tintner
Darsteller: Grete Mosheim, Herma Ford, Nico Turoff, Claus Clausen, Josefine Dora, Else Heller, Alexander Murski, Margarete Kupfer, Ludwig Andersen

Ein Sittengemälde nach einem Theaterstück von Friedrich Wolf zum Berlin, Ende der 1920er Jahre. Die junge Hete wird schwanger, trotz der Not, keine eigene Wohnung zu haben, entschließen sich Paul und sie für das Baby. Doch der Traum platzt als Paul seine Arbeit verliert. Hete findet keinen Arzt für eine Abtreibung und geht zu einer Engelmacherin. Die Dosis Cyankali ist zu hoch berechnet und Hete stirbt an der Vergiftung.


„ Wolle auf Asphalt – das Experiment Trabant“
Dokumentarfilm, Deutschland, 2017, 76 Min., Regie: Eberhard Görner, Sprecher: Dieter Wien
Ein Stück DDR-Geschichte, dass mehr als nur die DDR erklärt. Ein Stück deutsche Autogeschichte der vergangenen 80 Jahre. Werner Lang und Carl H. Hahn – Trabant und Volkswagen -  erzählen gemeinsam vor der Kamera von der deutsch-deutschen Auto-Dramatik.


„Der schweigende Stern“
DEFA-Science-Fiction-Film, DDR, in Co-Produktion mit Polen, 1960, 90 Min., FSK 12, Regie: Kurt Maetzig, Jan Fethke, Wolfgang Kohlhaase
Darsteller: Yoko Tani, Günther Simon, Ruth Maria Kubitschek, Eva-Maria Hagen, Oldrich Lukes

Eine Science-Fiction-Produktion vor dem Hintergrund des Kalten Krieges – eine der Überschriften zum Film, der zeitgleich in der DDR und der BRD gezeigt wurde.  Eine international zusammengesetzte Gruppe fliegt 1970 zur Venus. Auf ihr finden sie jedoch kein Leben mehr. Eine nukleare Katastrophe hat stattgefunden, die sich auch auf die Erde auswirken kann.